Pioneers of Printing (Special Edition): Lang lebe die Linotype

Das Museum für Druckkunst in Leipzig erweckt die Druck-Geschichte zum Leben. An immer noch funktionstüchtigen Maschinen wird anschaulich dargestellt, wie früher gedruckt wurde. Maschinensetzer Roland Müller erklärt im Interview den Nutzen und die Funktionsweise der Linotype.

linotype

Lang lebe die Linotype – Ein Besuch beim vielleicht letzten Maschinensetzer

Die sächsische Metropole Leipzig hat eine beeindruckende Vergangenheit in Sachen (Buch-) Druck vorzuweisen. Immerhin ist die Leipziger Buchmesse (nach der Frankfurter Buchmesse) Deutschlands zweitgrößte Buchmesse und hat eine mehr als 400-jährige Geschichte. Doch auch im regulären industriellen Druck ist Leipzig (Achtung: Wortwitz) kein unbeschriebenes Blatt. Bis zur ersten drupa (#drupa1951) war Leipzig der wichtigste deutsche Messestandort der Druck- und Papierbranche und bot mit der „Bugra“ (Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik) die entsprechende Messe an.

So sollte es niemanden überraschen, dass Leipzig das Zuhause des Museums für Druckkunst ist, das sich der praktischen Geschichte des Drucks verschrieben hat und ihr huldigt. Auf vier Etagen werden rund 90 Maschinen präsentiert. Der Clou: Sie sind alle funktionstüchtig und werden von entsprechend ausgebildetem Personal bedient.

Vor ein paar Wochen haben wir uns mit der Direktorin des Museums zum Interview getroffen. Wer Interesse an weiteren Informationen über das Museum und seine Geschichte hat, dem sei das Interview mit Direktorin Susanne Richter wärmstens ans Herz gelegt.

Er war der Erste, der vom Niedergang der DDR erfuhr

Einer dieser Arbeiter ist Maschinensetzer Roland Müller. In einem Interview für den Online-Auftritt des Museums plaudert er aus dem Nähkästchen und verrät spannende Details aus der Arbeit mit der Linotype.

Das ganze Interview gibt’s hier:

Wer noch mehr über das Museum für Druckkunst erfahren möchte, sollte (falls nicht ohnehin schon geplant) sich ab September ein Ticket für die drupa 2020 zulegen. Denn das Leipziger Museum für Druckkunst ist mit eigenem Stand dabei.

PS: Wenn ihr von Geschichten wie dieser noch nicht genug habt, dann schaut unbedingt auf der Seite industriegeschichten.de vorbei. Dort findet ihr allerhand spannende Reportagen über Personen, die bis 1989 in jetzt nicht mehr produzierenden sächsischen Industriebetrieben gearbeitet haben und ihrem ehemaligen Berufsumfeld auch nach der Wende treu geblieben sind – sei es in Museen, Fördervereinen oder Initiativen.