#PrintingProfessions – Mediengestalter Digital und Print

Im Rahmen der Reihe #PrintingProfessions stellen wir euch spannende Berufe der Druckbranche vor. Einer von ihnen ist der Mediengestalter Digital und Print. Hier erfahrt ihr alle Informationen zu dem Ausbildungsberuf.

Printing Professions

In unserer noch jungen Reihe #PrintingProfessions stellen wir euch eine Übersicht vieler beruflichen Wege in die Druckbranche vor. Diesmal geht es um die duale Berufsausbildung zum Mediengestalter Digital und Print. Hier erfahren Interessierte, welche Voraussetzungen für diese Ausbildung erfüllt werden müssen, was ein Mediengestalter eigentlich macht und wie eine mögliche Zukunft in der Druckbranche aussieht.

Was macht ein Mediengestalter Digital und Print?

Der Mediengestalter Digital und Print konzipiert, entwirft und gestaltet Medien1. Das kann so gut wie alles sein – Von analogen Druckerzeugnissen, wie Flyern, Verpackungen, Zeitschriften, Katalogen bis hin zu digitalen E-Books oder Websites. Es handelt sich um eine vielfältige Auswahl, wobei die Aufgabenbereiche von der Spezialisierung, ob Digital oder Print, und dem Ausbildungsbetrieb abhängig sind.

Welche Voraussetzungen sollten zukünftige Mediengestalter Digital und Print mitbringen?

Kreativität gehört, genauso wie Mut Neues auszuprobieren, zu den Grundvoraussetzungen eines angehenden auszubildenden Mediengestalters. Hierzu gehört, dass sich ein Mediengestalter immer auf dem Laufenden hält, was Trends aber auch Hardware und Software angeht. Außerdem sind Mediengestalter Teamplayer und ihre Kommunikationsfähigkeit hilft ihnen nicht nur bei ihrer Ausbildungs- und Arbeitsstelle, sondern auch bei ihren Kunden. Resilienzfähigkeit ist aufgrund enger Timings und erhöhten Termindrucks ein weiteres wichtiges Kriterium, das ein guter Mediengestalter mitbringen sollte, um Spaß an seiner Arbeit zu haben. Von Vorteil wären gute Mathe- und Englischkenntnisse. Eine konkrete Vorgabe zum nötigen Schulabschluss gibt es aber nicht. Die meisten Auszubildenden haben vorher ihr (Fach-)Abitur gemacht und ein kleiner Teil besitzt einen Realschulabschluss.

Wie sieht die Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print aus?

Inserate für die duale Berufsausbildung zum Mediengestalter Digital und Print finden Interessierte von den unterschiedlichsten Ausbildungsbetrieben: von Verlagshäusern, Druckereien, Werbe- und Multimedia-Agenturen bis hin zu Kommunikations- und Werbeabteilungen von Unternehmen ist alles dabei. Meistens entscheidet sich schon bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebs, ob der Auszubildende in der Fachrichtung Digital oder Print ausgebildet wird.

Zusätzlich müssen sich Mediengestalter für einen von drei Fachbereichen der Ausbildung entscheiden:

Beratung und Planung
In diesem Fachbereich steht der Kontakt mit Kunden im Vordergrund. Der Mediengestalter erfasst den Wunsch des Kunden, erstellt passende Angebote und plant die entsprechenden Projekte.

Gestaltung und Technik
Im Vordergrund dieser Fachrichtung stehen die Planung von Produktionsabläufen und die Gestaltung der Objekte und Medien. Dazu gehören unter anderem die Bildbearbeitung oder die Erstellung von Websites. Außerdem kümmern sich Mediengestalter in diesem Bereich um die Hardware und Software.

Konzeption und Visualisierung
In der letzten Fachrichtung geht es primär um die Analyse der Kundenaufträge und Zielgruppen sowie die Erstellung der darauf basierenden Layouts. Ihre Vorschläge präsentieren die Mediengestalter anschließend dem Kunden.

Aufgrund der unterschiedlichen Ausbildungsbetriebe ist auch die Spanne der möglichen Ausbildungsgehälter für einen Mediengestalter Digital und Print sehr groß. Im ersten Ausbildungsjahr kann ein Azubi zwischen 500 Euro und 900 Euro erwarten. Die Spanne des möglichen Ausbildungsgehalts steigt im zweiten Jahr um je 50 Euro an während im letzten Lehrjahr 600 Euro bis 1000 Euro möglich sind.2

Wie geht es danach weiter?

Hat der Auszubildende seine Abschlussprüfung bestanden, ist er ein staatlich geprüfter Mediengestalter Digital oder Print und kann mit einem Einstiegsgehalt von 1600 Euro bis 2300 Euro brutto rechnen. Auch das hängt sehr stark von seiner Arbeitsstelle ab. Mit zunehmender Berufserfahrung sind bis zu 3000 Euro brutto realistisch. Durch kontinuierliche Fortbildungen und die Übernahme von Verantwortung ist es aber immer möglich auf mehr Gehalt hinzuarbeiten.3

Dabei gibt es eine Vielzahl an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Interessierte haben die Möglichkeit, ein Studium in Fächern, wie Medienmanagement, Grafikdesign oder auch Ingenieurswesen zu absolvieren. Die passenden Lehrinstitutionen sind entweder Fachhochschulen oder Universitäten. Wer Leitungsaufgaben im Betrieb übernehmen möchte, ist mit dem Erwerben eines Zertifikats zum Industriemeister/in in der Fachrichtung Printmedien bei der IHK gut beraten. Beim Bundesverband Druck und Medien werden Techniker im Bereich der Druck- und Medientechnik geprüft, deren Schwerpunkt bei Fertigungsprozessen von Druckerzeugnissen liegt. Zu guter Letzt besteht noch die Möglichkeit sich auf Kundenbetreuung und Verkaufsstrategien zu fokussieren und sich zum Medienfachwirt Digital oder Medienfachwirt Print bei der DIHK fortbilden zu lassen.

Interessiert ihr euch für Ausbildungsmöglichkeiten in der Druckbranche? Welche Berufe sollten wir noch vorstellen? Oder: Wie seid ihr in der Druckbranche gelandet?

 

1 Quelle: https://www.gutenbergshelden.de/
2 Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenbank Ausbildungsvergütung, Stand 25.07.2019 https://www.bibb.de/dokumente/pdf/a11_dav_Gesamtuebersicht_Ausbildungsverguetungen_2018_alte_neue_Laender.pdf
3 Quelle: https://www.karrieresprung.de/jobprofil/mediengestalter