#PrintingProfessions: Medienkaufmann Digital und Print

Jeden Monat stellen wir euch in unserer Reihe #PrintingProfessions spannende Berufe der Druckbranche vor. Der neuste Artikel dreht sich rund um den Ausbildungsberuf zum Medienkaufmann Digital und Print und beantwortet euch alle möglichen Fragen rund um den Beruf.

Printing Professions

Ein neuer Beitrag unserer Serie #PrintingProfessions steht an. In dieser Reihe stellen wir euch verschiedene Berufe der Druckindustrie vor, denn unsere Branche bietet viele spannende Tätigkeitsfelder, in denen sich Berufseinsteiger mit den unterschiedlichsten Interessen wohlfühlen werden. Diesmal liegt unser Fokus auf der Ausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print. Der Ausbildungsberuf, der unter diesem Namen erst seit dem Jahr 2006 existiert, gilt als einer der beliebtesten Ausbildungen in Deutschland der letzten Jahre.

Was macht ein Medienkaufmann Digital und Print?

Ein Medienkaufmann Digital und Print kann als der Vermarkter in der Druck- und Medienbranche bezeichnet werden. Er steuert also verschiedene Marketing-Maßnahmen die genau auf das Produkt eines Unternehmens abgestimmt sind. Denn egal, wie gut ein bestimmtes Produkt ist, ohne ein Vermarktungskonzept wissen Verbraucher nichts davon und werden es nicht kaufen. Dabei können die Produkte, die vermarktet werden, sowohl analog, wie zum Beispiel Bücher oder Zeitschriften, oder digital, wie zum Beispiels Apps oder Programme, sein. Ein Medienkaufmann Digital und Print steuert also Marketing-Konzepte, die genau auf das Produkt eines Unternehmens abgestimmt sind. Dabei muss er sich fragen, welche Zielgruppen angesprochen werden sollen, wie das Produkt präsentiert werden soll und wie die passende Marketingstrategie dafür aussehen sollte. Um diese Entscheidungen zu treffen, sind natürlich mehrere interne und gegebenenfalls auch externe Abstimmungsschleifen notwendig, daher stehen viele Beratungsgespräche auf der täglichen To-do-Liste eines Medienkaufmanns Digital und Print. Außerdem spielt auch die Marktbeobachtung eine wichtige Rolle, um auf dem neusten Stand zu sein, was das Erscheinen neuer Produkte oder der Marktentwicklung angeht. Und selbstverständlich gehören auch klassische kaufmännische Aufgaben wie die Berechnung der Produktions- und Vertriebskosten, Kalkulationen und Controlling dazu.

Welche Voraussetzungen sollten zukünftige Medienkaufleute Digital und Print mitbringen?

Grundsätzlich bestehen die Hauptaufgaben eines Medienkaufmannes Digital und Print aus Kommunikation und Kalkulation. Daher ist Spaß an der Erstellung von Texten, der Durchführung von Berechnungen und nicht zuletzt an wirtschaftlichen Themen von Vorteil. Außerdem stehen sie durchgehend mit anderen Abteilungen, den Kunden des Arbeit- oder Auftraggebers oder Agenturen in Kontakt – und das sowohl persönlich als auch am Telefon. Den Großteil des Arbeitsalltags findet also im Büro oder in Besprechungsräumen statt. Deswegen ist es hilfreich, ein gutes Ausdrucksvermögen sowie Freude am Kontakt zu anderen Menschen zu haben.

Grundsätzlich reicht ein Realschulabschluss aus, um die dreijährige Berufsausbildung anzutreten. Allerdings haben die Ausbildungsplätze in den letzten Jahren massiv an Beliebtheit gewonnen, daher ist die Konkurrenz groß. 2016 konnten 87 % der Ausbildungsanfänger ein Abitur vorweisen.

Wie sieht die Ausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print aus?

Die Ausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print läuft dual, heißt zum Teil im Ausbildungsbetrieb und zum Teil in der Berufsschule. Unternehmen, die entsprechende Ausbildungsplätze anbieten, sind häufig Medienhäuser, Verlage oder Großhändler für Bücher oder Zeitschriften.

Während dem ersten Ausbildungsjahr ist mit einem Bruttogehalt von 600 bis 900 Eurozu rechnen, das ist aber auch immer stark vom Bundesland abhängig. Als ausgelernter Medienkaufmann liegt das Einstiegsgehalt zwischen 1.600 und 2.400 Euro.

Wie geht es danach weiter?

Mit verschiedenen Weiterbildungen, zum Beispiel einem Fachwirt oder einem weiterführenden Studium, lässt sich dieses Gehalt auf bis zu 3.400 Euro brutto monatlich steigern. In der Regel gilt, dass große Verlagshäuser besser bezahlen, allerdings sind bei kleineren Häusern die Hierarchien flacher, sodass sich die Karriereleiter bis hin zu einer Führungsposition oft einfacher hinaufklettern lässt.

Generell gilt: Wer es schafft, einen der hart umkämpften Ausbildungsplätze zu ergattern, der hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Expertise eines Medienkaufmanns Digital und Print wird in einem Unternehmen nämlich immer gebraucht.

Gibt es noch andere Berufe der Druckindustrie, die euch interessieren würden? Verratet es uns in den Kommentaren!