#PrintingProfessions – Medientechnologe Druck

Der Medientechnologe Druck ist einer von vielen spannenden Berufen in der Druckbranche. In der neuen drupa-Blogreihe #PrintingProfessions lest ihr alle interessanten Informationen, die ihr zu den Branchenberufen wissen müsst.

Printing Professions

In der Druckindustrie gibt es eine Vielzahl von spannenden Berufen. Um euch einen Überblick zu verschaffen, stellen wir euch in der aktuellen Reihe #PrintingProfessions die Ausbildungswege in unsere Branche vor. Wir beginnen mit dem Medientechnologen Druck und zeigen euch, wie die Aufgaben aussehen, welche Voraussetzungen Interessierte für die Ausbildung erfüllen müssen, wie der Lehrplan aussieht und welche beruflichen Möglichkeiten er eröffnet.

Was macht ein Medientechnologe Druck?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Medientechnologe Druck für die Steuerung des gesamten Druckprozesses verantwortlich ist. Er holt das beste Druckergebnis mithilfe der Druckmaschinen und seiner umfassenden Kenntnis aller Funktionsabläufe heraus. Dabei geht es um die verschiedensten Produkte: z.B. Plakate, Verpackungen aber auch Tapeten. Der Beruf ist damit sehr abwechslungsreich.

Welche Voraussetzungen sollten zukünftige Medientechnologen Druck mitbringen?

Abwechslung erfordert aber auch Flexibilität und die Fähigkeit sich immer wieder auf neue Herausforderungen einzustellen. Andere Voraussetzungen für die Ausbildung zum Medientechnologen Druck sind ein sehr gutes Auge für verschiedene Farbnuancen sowie das Gespür für den passenden Bedruckstoff. Wer Genauigkeit, ein schnelles Reaktionsvermögen und insgesamt ein gutes technisches Verständnis mitbringt, passt gut in das Profil und ist ein vielversprechender Kandidat für diese Ausbildung. Ein Realschulabschluss oder ein guter Hauptschulabschluss sind darüber hinaus die formalen Anforderungen.

Wie sieht die Ausbildung zum Medientechnologen Druck aus?

Bei der Ausbildung zum Medientechnologen Druck handelt es sich um eine dreijährige duale Berufsausbildung, die die Lehre an der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb – i.d.R. Druckereien – umfasst. Der Alltag in der Druckerei lässt sich in drei Phasen unterteilen:

  1. Phase: Vor dem Druckvorgang

Als Erstes wird das Druckprodukt geplant. Dabei ist es wichtig einen Überblick über die Wünsche des Kunden zu haben und zu wissen wie es darauf basierend mit der technischen Umsetzbarkeit aussieht. Dann werden die Druckmaschinen auf das Produkt eingestellt und die passende Druckform erstellt. Auch das Anfertigen einiger Probedrucke zur Qualitätskontrolle gehört zur ersten Phase.

  1. Phase: Während des Druckvorgangs

Während des Druckvorgangs werden die Maschinen überwacht. Die Anpassung der Farbdosierung und das Auffüllen der Farbbehälter sind hierbei essentiell, denn sie sorgen für ein konstant gutes Druckergebnis.

  1. Phase: Nach dem Druckvorgang

Zum Schluss werden die Druckmaschinen gesäubert. Dazu gehört auch die Wartung der Maschinen. Schließlich muss alles für den nächsten Auftrag bereitstehen.

Natürlich ist es auch nicht unerheblich, was den Auszubildenden finanziell während der Ausbildung erwartet. Im ersten Lehrjahr sind 700 Euro bis 900 Euro üblich. Das steigt im zweiten Lehrjahr auf bis zu 950 Euro an und liegt im letzten Lehrjahr bei 900 Euro bis 1000 Euro1.

Wie geht es danach weiter?

Als fertig ausgebildeter Medientechnologe Druck bewegt sich das Einstiegsgehalt zwischen 2000 Euro und 2500 Euro brutto rechnen. Nach einigen Jahren Berufserfahrung sind bis zu 3000 Euro brutto realistisch.

Natürlich ist es möglich sich anschließend weiterzubilden und damit auf ein höheres Gehalt hinzuarbeiten. Bereits die Auszubildenden können thematische Schwerpunkte, wie Digitaldruck, Akzidenz- oder Zeitungsdruck setzen.

Lehrgänge an der IHK ermöglichen eine Weiterbildung zum Industriemeister oder zum Medienfachwirten. Die Qualifikation zum Druck- und Medientechniker erwerben Interessierte dabei an Fachschulen. Die bisher genannten Karrieremöglichkeiten qualifizieren, laut gutenbergshelden.de2, langfristig für mittlere Führungspositionen in Druckereien.

Wer sein eigenes Unternehmen gründen möchte, kann eine Weiterbildung als Handwerksmeister bei der Handwerkskammer in Betracht ziehen. Das künftige Aufgabenfeld schließt sowohl das Handwerk als auch Führungsaufgaben ein. Letztlich ist nach der Ausbildung zum Medientechnologen Print auch ein Studium zum Druckspezialisten möglich. Experten in dieser Richtung sind sehr gefragt und können mit hohen Gehältern rechnen.

Interessiert ihr euch für Ausbildungsmöglichkeiten in der Druckbranche? Welche Berufe sollten wir noch vorstellen? Oder: Wie seid ihr in der Druckbranche gelandet?


1 Quelle: Statistisches Taschenbuch Tarifpolitik – WSI-Tarifarchiv 2016. Diese Angaben dienen nur der Orientierung.
2 Quelle: https://www.gutenbergshelden.de/

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